Diese Seite ist ein Zuhause, kein Schaufenster. Ich habe sie von Hand geschrieben, Zeile für Zeile.
Ein Kolophon ist eigentlich ein altes Druckerwort. Am Ende eines Buches stand früher, wer es gesetzt hat, mit welcher Schrift, auf welchem Papier. Das gehört für mich auch ins Netz. Du sollst wissen, woraus diese Seite gemacht ist.
Das Fundament
Diese Seite läuft mit Sculpin – PHP Static Site Generator, einem statischen Seitengenerator auf PHP-Basis. Keine Datenbank, kein Login, kein Backend, das gehackt werden kann. Jede Seite ist eine Datei, und jede Datei bleibt genau so, bis ich sie ändere.
Das klingt technisch, ist aber vor allem eine Haltung. Ich will verstehen, was meine Seite tut. Kein Plugin-Dschungel, kein Update-Zwang, kein fremder Code, der im Hintergrund mitliest.
Das Zuhause
Gehostet wird das alles bei Uberspace, einem kleinen Anbieter aus Deutschland. Sie geben mir eine Shell und halten sich aus dem Weg. Ich zahle, was es mir wert ist, nicht was eine Preistabelle vorschreibt. Das nenne ich faire Infrastruktur.
Werkzeuge und Wurzeln
Ich schreibe von Hand, doch ich arbeite nicht allein. Zwei Quellen begleiten die Texte auf diesem Journal, und ich nenne sie hier, denn Ehrlichkeit gehört zu meinem Handwerk wie die Feder zum Vogel.
Die Forschung von Jakob Nielsen zum Leseverhalten im Netz – How Users Read on the Web – erinnert mich daran, wie du tatsächlich liest: scannend, suchend, mit dem Blick zuerst auf den Anfang eines Absatzes. Diese Erkenntnis formt, wie ich meine Kapitel gliedere.
Die Sammlung tropes.md hält mich wach gegenüber den Mustern, die künstliche Intelligenz gerne wiederholt – die falsche Dramatik, die aufgesetzte Frage mit sofortiger Antwort, den Bindestrich als Krücke. Wo KI meine Arbeit begleitet, prüfe ich meine Sätze an dieser Liste, damit meine Stimme meine eigene bleibt.
Beide Quellen sind für mich keine Pflicht, sondern eine Einladung zur Klarheit.
Und dann ist da Textile. Dean Allen hat diese Sprache geschaffen, einen humanen Web-Text-Generator, wie er selbst es nannte. Jeder Artikel in diesem Journal entsteht in dieser Syntax: schlichte Sternchen für Betonung, ein Punkt nach der Überschriftenmarke, fertig. Kein Ringen mit Formatierungsmenüs, kein Abtauchen in Code. Nur Schreiben. Genau das wollte Dean Allen erreichen, und genau das schenkt mir diese Sprache seit dem ersten Wort auf dieser Site.
Die Bilder
Die Fotografien auf dieser Seite stammen, wenn nicht anders vermerkt, von Lea, meiner Frau. Sie sieht Licht, wo ich nur einen Raum sehe, und das merkt man jedem Bild an.
Die Haltung dahinter
Diese Seite folgt drei einfachen Regeln: Inhalt zählt mehr als Schmuck, deine Daten gehören dir und niemandem sonst, und nichts läuft hier, das ich nicht erklären kann.
Es gibt keinen Newsletter-Pop-up, der sich vor den Text drängt, und keine fünfzehn Schriftarten von fünfzehn fremden Servern. Nur Worte, ein paar Bilder, und du.
Wenn dich etwas hier berührt oder stört, schreib mir. Du findest einen Weg. Ich lese alles selbst.